Naturpark Schwarzwald und Nationalpark Schwarzwald

Der Naturschutz spielt im Raum Bad Wildbad – Kaltenbronn schon seit rund 100 Jahren eine große Rolle. Der Kaltenbronn war ursprünglich bekannt als ein Treffpunkt für adlige Jagdgesellschaften. Heute wird er vor allem als Naturpark und eines der letzten Hochmoorgebiete Mitteleuropas geschützt. Die Eingangsportale für den „Naturpark Schwarzwald“ sind Bad Wildbad, Enzklösterle und Gernsbach.

Das Wildgehege gegenüber dem Infozentrum Kaltenbronn, das vor allem für Kinder besonders attraktiv ist.
Das Wildgehege gegenüber dem Infozentrum Kaltenbronn, das vor allem für Kinder besonders attraktiv ist.

Das Infozentrum Kaltenbronn, das gegenüber dem Wildgehege liegt, bietet eine anregende Ausstellung über die Pflanzen- und Tierwelt der Region besteht seit 2007 und verzeichnet rund 30.000 Besucher pro Jahr mit steigender Tendenz.

Warum wurde der Naturpark Schwarzwald in den letzten Jahrzehnten immer beliebter? Weil zahlreiche Wanderwege verschiedenen Schwierigkeitsgrades durch eine großenteils noch gesunde Waldlandschaft führen. Nordic Walking, Erlebniswege, Mountainbike-Strecken und Langlauf-Loipen im Winter regen die Naturfreunde zu aktiver Bewegung in der abwechslungsreichen Landschaft an.

Auch wenn die Volksbefragungen (Stand Mai 2013) in Wildbad, Baiersbronn, Freudenstadt, Enzklösterle zwar den Naturpark Schwarzwald begrüßen, jedoch die Erweiterung zu einem „Nationalpark Schwarzwald“ noch zu rund zwei Dritteln ablehnen, ist zu erwarten, daß im Laufe der weiteren Entwicklung des Naturschutzes sich mehr Menschen für den Gedanken des naturbelassenen Nationalparks öffnen, vor allem, wenn bestehende Mißverständnisse in der Bevölkerung ausgeräumt werden können.

Wieder eingewanderte Tiere

Zwei Jahrhunderte lang scheint der Luchs aus dem Schwarzwald verschwunden gewesen zu sein. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts tauchte diese scheue Großkatze mit den „Pinselohren“ wieder da auf, wo in Naturschutzgebieten neue Lebensräume entstanden sind. Bei Schäfern und Landwirten wurde diese Kunde nur verhalten aufgenommen, schließlich ist ja damit zu rechnen, daß da und dort auch Hasen, Rehe und andere Tiere zu den Mahlzeiten des Luchses gehören werden. Für die Menschen selbst stellt der Luchs keinerlei Gefahr dar.

Luchs, Auerhahn, Uhu, Biber, Dreizehen-Specht und andere Spechtarten

Wenn sich weiter die Idee durchsetzen wird, daß der schon bestehende „Naturpark Schwarzwald“ zum „Nationalpark Schwarzwald“ ergänzt wird, mit einer Art Rückkehr zu einer sich selbst überlassenen und regenerationsfähigen Natur, dann besteht auch die Chance, daß nicht nur alte und neue Pflanzenarten einen Nährboden finden, sondern auch Tiere in den Schwarzwald zurückfinden, die über lange Zeit keine Chance mehr hatten, hier leben und sich vermehren zu können. Dazu gehören Auerhahn, Uhu, Biber, Wildschwein und auch der Wolf. Da und dort wurde ein Steinadler im Schwarzwald gesichtet, der aber wahrscheinlich seinen Horst auf Schweizer Gebiet hat.

Presse-Stimmen zum Nationalpark Schwarzwald

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete Anfang Mai 2013 über eine Tagung der „Umwelt-Akademie Baden-Württemberg“ in Stuttgart. Dort hatte der frühere Bundes-Umweltminister Klaus Töpfer einen sehr beachteten Vortrag gehalten, worin er ausführte, daß „der Erhalt der biologischen Vielfalt eine zutiefst konservative Aufgabe“ sei. In diesem Zusammenhang sprach er sich sehr positiv für den Ausbau des „Nationalparkes Schwarzwald“ aus.

Der Wald wäre als Nationalpark, den man sich nach natürlichen Grundsätzen entwickeln lasse, wie ein „lebendes Barometer“ dafür, wie er mit Stürmen, stark wechselnden Temperaturen, Überschwemmungen und anderen klimatischen Veränderungen zurecht kommen würde, meinte auf dieser Tagung der frühere Förster Hans Bibelriehter, der ursprüngliche Leiter des ersten Deutschen Nationalparks im Bayrischen Wald. Er führte weiter aus, daß Windwurf, Schneebruch und sogar der Borkenkäfer „Methoden der Natur“ seien, um aus instabilen Forstwäldern wieder einen natürlichen und stabilen Wald zu formen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß seit mehreren Jahren der Dreizehen-Specht im Schwarzwald wieder heimisch geworden ist, der als Borkenkäfer-Vertilger angesehen werden kann. Die Dreizehen-Spechte können täglich Riesenmengen an Borkenkäfern verspeisen und sind damit deren natürlicher Feind und eine große Hilfe für die Forstwirtschaft. Weltweit gibt es übrigens rund 4.600 Arten von Borkenkäfern. Im Schwarzwald ist vor allem der „Buchdrucker“ gefürchtet. Weitere Informationen über www.infozentrum-kaltenbronn.de.

Der Dreizehen-Specht nistet in Baumhöhlen, vorwiegend Rotbuchen, aber auch Kiefern, Tannen, Fichten, Lärchen. Jeder Förster müßte an diesem Vogel seine Freude haben, denn er vertilgt vor allem Insekten und Käfer. Tagsüber frißt er rund 3.000 Insekten oder Larven, um überleben zu können. Für seine Brut muß er täglich an die 950 Larven und 55 ausgewachsene Borkenkäfer beschaffen. Diese Nahrung holt er sich nicht nur aus den Baumstämmen, sondern auch aus Baumstümpfen, stehendem und liegendem Totholz.

Auch die anderen Spechtarten (Buntspecht, Grünspecht, Weißrückenspecht, Kleinspecht) sind großenteils Insekten- und Larven-Fresser; sie können aber auch Samen, Nüsse, getrocknete Beeren verdauen.

Ausflüge und Ferien – Übernachten, aber wo?

Eines der Portale in den Naturpark und späteren Nationalpark ist der Kurort Bad Wildbad mit seiner jahrhundertealten Tradition der Thermalbäder.

Die „Appartement-Residenz Waldesruh“ auf Halbhöhenlage des Sommerberges (Panoramastraße 15) ist sowohl für Familien als auch Gruppen oder Einzelpersonen für ein erholsames Wochenende oder einen mehrwöchigen Aufenthalt optimal geeignet. Fünf elegante 1- und 2-Zimmer-Wohnungen in bester sonniger Lage erwarten die Gäste.

Blick talwärts von „Haus Waldesruh am Sommerberg“ auf den Jahrhunderte alten Baumbestand.
Blick talwärts von „Haus Waldesruh am Sommerberg“ auf den Jahrhunderte alten Baumbestand.

Oberhalb des Hauses beginnt der Einstieg in ein weit verzweigtes Wanderwegenetz. Nur rund 50 m entfernt befindet sich die Zwischenstation der Sommerbergbahn. Wenige Schritte unterhalb des Gästehauses kann der Kurpark betreten werden, und innerhalb von wenigen Minuten sind die Vital-Therme und das Palais Thermal, beide mit Sauna, erreichbar.

Der Wintergarten, Außenansicht
Der Wintergarten, Außenansicht
Der Wintergarten, Innenansicht
Der Wintergarten, Innenansicht

Für Mountain-Biker vorteilhaft: Eine der Abfahrten vom Sommerberg verläuft in Hausnähe, und die Waschanlage für die Räder ist nur rund 40 Meter vom Haus entfernt. Die Startrampe auf dem Sommerberg ist mit der Bergbahn und einem kurzen Fußweg in wenigen Minuten erreichbar.

Für Tierfreunde wichtig: Die unsere Hausgäste und Patienten begleitenden Hunde werden zusammen mit Frauchen und Herrchen gern aufgenommen.

Weitere Informationen über:

www.ebertin-badwildbad.de

www.appartement-waldesruh.com

www.wohlfuehl-undgesundheitsoase.de