Das Burn-out-Syndrom

Wieder ist ein neues Krankheitsbild entstanden, das Burn-out-Syndrom; aber kennen wir nicht schon lange Begriffe wie „Ausgebrannt sein“? Neu ist die Situation also nicht, erschöpft, initiativelos, einfach „ausgebrannt zu sein“.

Was aber alarmierend ist, das sind die in den letzten Jahren veröffentlichten Zahlen über Menschen, die den täglichen Anforderungen in Beruf und Familie nicht mehr gewachsen waren oder sind.

In der renommierten Zeitung „Wirtschafts-Woche“ vom 27. Mai 2012 wurde der Beitrag „In welchen Unternehmen Burn-out am häufigsten auftritt“ veröffentlicht.  Bis zu über 8% der Mitarbeiter der größten DAX-Unternehmen sollen danach an dem Syndrom leiden. Wie sieht nun das  Burn-out-Syndrom aus? Aus welchen Komponenten kann es sich zusammensetzen? Wann fiel es erstmals auf?

Wie es anfing

Der Schriftsteller Graham Greene ist Autor des Buches  „A Burn-out-Case“ (1960), das damals auch als spannender Roman in deutscher Sprache unter dem Titel „Ein ausgebrannter Fall“ erschien. Darin wurde von einem Star-Architekten berichtet, der alle Illusionen, Motivationen, Ziele für sein Leben verloren und sein Leben als sinnlos erlebt hatte. Aber nach einer Zeit der Regeneration war er in der Lage, im afrikanischen Dschungel ein Hospital für Leprakranke zu bauen und dabei wieder seinen inneren Frieden zu finden.

Das Beispiel des Architekten fand Nachahmer: In den letzten Jahren brachen tausende von Menschen, mehr oder weniger vorbereitet, auf, um außerhalb Deutschlands sich ein neues Leben aufzubauen. Manche schafften es, andere kehrten enttäuscht zurück.

Die Notwendigkeit der Behandlung

Wenn nun, wie oben stehend zitiert, in weltweit operierenden Unternehmen wie Mercedes, BMW, Bayer, RWE, SAP, RWE, Metro, Telekom usw. pro Jahr mehrere tausend Mitarbeiter als behandlungsbedürftig wegen eines Burn-out-Syndroms eingestuft werden müssen, sind das keine „Lappalien“ mehr wie bei den früher als scheel angesehenen Aussteigern. Es wird deshalb aufschlußreich sein, den Hintergründen ihrer Beschwerden nachzugehen.

Drei Dimensionen des Burn-out-Syndrom

Es sind vor allem 3 Symptom-Gruppen, die bei den Patienten besonders auffallen:

  1. Totale Erschöpfung (overwhelming exhaustion) durch fehlende emotionale und physische Ressourcen.
  2. Zunehmende Distanziertheit (detachment) von beruflichen Aufgaben und zwischenmenschlichen Beziehungen.
  3. Gefühl der Wirkungslosigkeit (inefficacy) wegen mangelnder und nicht mehr aktivierbarer Leistungsreserven.

Diese drei Dimensionen bauen sich erfahrungsgemäß zunehmend auf, bis dann nach Monaten und meist Jahren der Zusammenbruch der körperlichen und geistigen Kräfte erfolgt.

Zwölf Phasen im Verlauf des Burn-out-Syndroms

(nach  Herbert Freudenberger, Gail North)

  • Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen
  • Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
  • Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  • Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
  • Zweifel am eigenen Wertesystem, ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  • Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz, Geringschätzung anderer
  • Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  • Offensichtliche Verhaltensänderungen, zunehmend Gefühl der Wertlosigkeit, aufbrechende Angst
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen, das Leben verläuft zunehmend „mechanistisch“
  • Innere Leere, verzweifelte Versuche, durch Überreaktionen zu überspielen (Sexualität, Eßgewohnheiten, Alkohol, Drogen)
  • Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung, Perspektivlosigkeit
  • Erste Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs

Die Chancen der Regeneration

Nachdem ein Zusammenbruch auf allen Ebenen menschlichen Lebens – körperlich, seelisch, geistig – erfolgen kann, muß auch die Behandlung ganzheitlich ausgerichtet sein. Dazu gehören u. a.:

  • Die individuelle körperliche Symptomatik (Stoffwechsel, Herz und Blutkreislauf, Lymphsystem, Nervensystem)
  • Die Regeneration der Organ-Systeme
  • Die bisherige Lebensgeschichte – Eine oft lange Vorgeschichte
  • Privates und berufliches Umfeld, Elternhaus und Familie

Die ganzheitliche Behandlung des Burn-out-Syndroms im Heilzentrum Dr. Ebertin, Bad Wildbad

  • Oberon-Diagnostik und Oberon-Therapie
  • Psychosomatische Psychodiagnostik
  • Hilfen für den Körper, Schritt für Schritt, Aufbau und Kräftigung
  • Körper-Reinigung über den Stoffwechsel
  • Bewegung in sauerstoffhaltiger Umgebung. Wandern und  Nordic Walking
  • Vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung (Obst, Gemüse, Salat)
  • Der hohe Wert des Colostrum
  • Individuell ausgewählte Nahrungs-Ergänzungsmittel
  • Die Regeneration des Blutes und die Förderung der eigenen Stammzellen-Produktion
  • Die Vitamin C-Infusionen
  • Die Vitalpilze

Behandlungsdauer

Ein optimaler Behandlungs-Zeitraum sind 3 Wochen, der je nach Symptomatik kürzer oder länger sein kann. Zuschüsse von Privatkassen müssen beantragt werden.